Warum es sich lohnt, bei sich zu bleiben

 

 

Viele meiner Klienten fragen mich, warum sie vor Gruppen nicht authentisch sprechen können. Das heißt: Sie sprechen meistens viel zu schnell, das wiederum erzeugt Luftknappheit und eine Hochatmung ist vorprogrammiert. Manchmal rutscht die Stimme nach oben und klingt höher als sonst.

 

Im schlimmsten Fall können auch plötzliche Sprechblockaden auftreten. Nach außen hin wirkt das ziemlich unsortiert. Und das ist es auch. Denn was geht vielen von uns in solchen Situationen durch den Kopf?

 

"Wie soll ich mich jetzt am besten kurz und knackig vorstellen, ohne dass es langweilig klingt?"

 

"Wohin soll ich bloß mit meinen Händen?"

 

"Kommt mein Thema (oder auch ich) gut bei den Zuhörern an?"

 

"Soll ich laufen oder stehen bleiben?"

 

"Wo soll ich nur hinschauen, bei so vielen Menschen?"

 

"Wird man mich wegen meines Dialekts belächeln?"

 

"Hoffentlich schauen mich nicht so viele Menschen grimmig an"

 

"Ich ratter den Vortrag jetzt einfach runter und gut ist"

 

Haben Sie beim Lesen etwas bemerkt? Mit solchen Gedanken befinden wir uns überall und nirgendwo. Nur nicht in unserer jetzigen Vortragssituation. Anstatt unser spannendes Thema den Zuhörern mitzuteilen, blockieren wir uns selbst. Es liegt nicht am Publikum, am Raum oder an anderen äußeren Umständen - es liegt an uns. 

 

Auch wenn es vielen schwer fallen wird: Setzen Sie vor jeder Kommunikationssituation einen Anker - und zwar im Hier und Jetzt. Nehmen Sie den Raum wahr, Ihre (wohlgesonnenen) Zuhörer und dann sprechen Sie einfach los. 

 

Jegliche Kommunikation benötigt eine innere Klarheit, daraus entsteht ein authentischer Stimmauftritt und Ihre Person gewinnt an Präsenz. 

 

 

Ihr Stimm- und Sprechmuster haben Sie sich (jahrelang) antrainiert. Sie können es jederzeit neu ausrichten.

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